AML World Awareness Day 21 April 2019

Subtypen der AML

Welche Subtypen der AML gibt es?

Fortschritte in der Forschung der AML haben nachgewiesen, dass es sich bei AML nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um eine Krankheit mit zahlreichen Subtypen handelt. Diese verschiedenen Subtypen der AML können von folgenden Faktoren abhängig sein:

  • dem Entwicklungsstadium der abnormen Leukämiezellen zur Zeit ihrer Entdeckung;

  • den Proteinarten auf der Oberfläche der abnormen Leukämiezellen;

  • dem Ausmaß, in dem sie sich von den normalen Zellen unterscheiden; und

  • dem spezifischen Subtyp der vorliegenden genetischen Anomalie

Die genaue Kenntnis des Subtyps der AML kann Ihre Einstellung zur Krankheit ändern und Ihren Arzt bei der Auswahl einer individualisierten Behandlung unterstützen.

Genetische Veränderungen bei der AML

Veränderungen in bestimmten Genen (Mutationen) lassen sich in vielen Fällen der AML feststellen und können zur Entwicklung spezifischer Subtypen der AML führen. Derartige Änderungen können dazu beitragen, dass abnorme Zellen unkontrollierbar wachsen. Einige dieser Genveränderungen sind mit besseren Behandlungsergebnissen verbunden, während andere aggressiver sind und zu einem schlechteren Krankheitsverlauf führen können.

Die häufigsten Genmutationen finden sich in der AML bei FLT3, IDH1, IDH2, NPM1, DNMT3A, CEBPA, TET2 und KIT. Es ist wichtig zu wissen, ob eines oder mehrere dieser Gene in Ihrer AML anormal sind, da dies den Subtyp Ihrer AML identifizieren und dabei helfen kann, eine individualisierte Behandlung für Sie abzustimmen.

Fragen Sie Ihren Arzt nach Ihrem spezifischen Subtyp der AML.

Chromosomenveränderungen bei der AML

In einigen Fällen der AML treten verschiedene Arten von Veränderungen in Chromosomen auf, und diese Chromosomenveränderungen können sich auf Ihre Einstellung und Ihr Ansprechen auf die Behandlung auswirken. Dazu gehören Folgende:

  • Chromosomentranslokationen – diese treten auf, wenn ein Chromosomenabschitt abbricht und sich an ein anderes Chromosom bindet;

  • Chromosomendeletionen – diese treten auf, wenn ein Chromosomabschnitt verloren geht und können auch den Verlust eines Gens, das das Wachstum in Blutzellen kontrolliert, verursachen.

  • Chromosomeninversionen – diese treten auf, wenn das Chromosom gedreht wird und die Blutzelle nicht die richtigen Anweisungen erhalten kann, was zu Anomalien führen kann; und

  • Chromosomenadditionen und -duplikationen – diese treten auf, wenn ein zusätzliches Chromosom vorhanden ist, das ein abnormes Gen erzeugen kann.

Die genaue Kenntnis der Chromosomenveränderung in der AML kann Ihren Arzt bei der Auswahl der besten Behandlungsmöglichkeit für Sie unterstützen.

Akute promyelozytäre Leukämie (APL)

Die akute promyelozytäre Leukämie (APL) ist ein besonderer Subtyp der AML, der häufig bei Erwachsenen mittleren Alters vorkommt. Aus unbekannten Gründen können bestimmte Veränderungen dazu führen, dass zwei Chromosomen (die Chromosomen 15 und 17) aneinander haften, wodurch das abnorme Fusionsgen PML / RARα entsteht. Dieses abnorme Gen kann zur Produktion zu vieler unreifer weißer Blutkörperchen (Promyelozyten) im Knochenmark führen. Diese Promyelozyten verursachen eine signifikante Reduktion der reifen gesunden Blutzellen.

Sie sind nicht allein

Verschiedene Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung. Diese bieten Ihnen weitere ausführliche Informationen über die akute myeloische Leukämie (AML) und Unterstützung.

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